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NEUE SONDERAUSSTELLUNG

Über Zwota und die Welt

5 Jahre Sonderausstellungen im Mundart- und Erlebnisraum

Am 10. April wird 18 Uhr eine neue Ausstellung eröffnet, die sich dem 5-jährigen Bestehen des Mundart- und Erlebnisraumes widmet. Gezeigt wird die Ausstellung bis Ende Juli 2017 zu den > Öffnungszeiten des Harmonikamuseums Zwota.

Rückblick

Die Idee, das seit 1986 bestehende Harmonikamuseum in Zwota mit wechselnden Ausstellungen zu ergänzen, verfolgte der Zwotaer Thorald Meisel schon über Jahre. Bereits seit 1996 hatte er Ausstellungen in Klingenthal organisiert, sowie in den Wintermonaten im Klingenthaler Museum Dr. Giers-Haus Vorträge zu regionalen Themen gehalten. Im Herbst 2011 nahm das Projekt in Zwota Gestalt an, als nach der Auflösung der Ausstellung mit internationalen Polizeiuniformen Räume im ehemaligen Schulgebäude zur Verfügung standen.

Thomas Hennig, damals ehrenamtlicher Bürgermeister in Zwota, zeigte sich von den Plänen angetan. Im November 2011 stellte Meisel seine Gedanken dem Zwotaer Gemeinderat vor, der dem Vorhaben seine Zustimmung gab. Für die Ausgestaltung der Räume konnte mit der Klingenthaler Architektin Tanja Meisel ein weiterer »kreativer Kopf« gefunden werden, wie es »Freie Presse«-Redakteur Ronny Hager bei der Eröffnung im Juni 2012 formulierte. Die Unterstützung des Projekt durch Handwerk und Gewerbe war enorm, wie man noch heute auf der Tafel in der Ausstellung nachlesen kann. Dass von der Vorstellung des Vorhabens bis zur Eröffnung der ersten Ausstellung nur knapp sechs Monate lagen, spricht für sich.

Eröffnet wurde der Mundart- und Erlebnisraum mit einer Ausstellung über den Grafiker Richard Grimm-Sachsenberg (1873–1952) und den aus Zwota Mundartdichter Max Schmerler (1873–1960), zwei Männer, die seit der Lehrerausbildung in Auerbach eng befreundet waren – und das ein Leben lang. Dass unter den zahlreichen Gästen auch Nachkommen von Max Schmerler waren, freute die Organisatoren ganz besonders. Dr. Roland Schmerler, der Enkel vom Max, hält  seither die Treue.

Inzwischen wurden unter Regie von Thorald Meisel fast 20 Ausstellungen organisiert. Die meisten natürlich im Mundart- und Erlebnisraum Zwota – aber auch in den Partnerstädten Neuenrade und Castelfidardo haben die Zwotaer Spuren hinterlassen, ebenso in Markneukirchen. Selbst für die Ausstellung der aus Zwota stammenden und in Mecklenburg-Vorpommern lebenden Malerin Karin Zimmermann 2014 im Klingenthaler Museum im Dr. Giers-Haus waren die Kontakte geknüpft worden.

Nur einige der Ausstellungsthemen seit 2012 seien hier aufgezählt:

Kunst im Skisport
Klingenthal und Zwota – Alt und neu
Weihnachten und mehr …
Bilder aus der Heimat
Brückenschlag nach Böhmen – zur Wiedereröffnung der Bahnlinie nach Kraslice/Graslitz im Mai 2000
Klingenthal und seine Partnerstädte Kraslice, Neuenrade und Castelfidardo
Skisport im oberen Vogtland  – in Markneukirchen
Klingenthal & Zwota in Bild & Fotografie – in Neuenrade/Sauerland
Omaggio di Klingenthal (Hommage an Klingenthal) – in Castelfidardo/Italien

5 Jahre Mundart- und Erlebnisraum sind eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 1500 Besucher pro Jahr sind für die kleine Einrichtung, die derzeit meist nur an drei Wochentagen geöffnet ist, eine stolze Zahl.

Möglich ist das nur mit vielen Partner. Seit 2015 steht der Heimatverein Zwota mit seinem Vorsitzenden René Goram hinter dem Projekt. Bürgermeister Thomas Hennig gewährleistete die Unterstützung der Stadt Klingenthal für die Ausstellungen 2013 und 2015 in Neuenrade und 2013 in Castelfidardo. Um originelle Plakate, mit denen  für die Ausstellungen geworben wird, kümmert sich Thomas Lenk.

Ein besonderes Dankeschön gilt den Fotografen Helmut Schneider (Oelsnitz), Hans Hoyer, Siegfried Hufnagl (beide aus Klingenthal), Egbert von Mühlleithen (Falkensee bei Berlin) und Zdenek Novak (Kraslice).

Partner bei den Ausstellungen waren zudem

Maltreff Bad Elster
Bilderwerkstatt Klingenthal
Heimatverein Topas Tannenbergsthal (Vorsitzender Manfred Schattner)
Drechselei Frank Kuhnert aus Zwota & Rothenkirchen
Verein »Mundharmonika live« (Vorsitzender Karsten Meinel)
Alt-Bürgermeister Klaus Peter Sasse aus Neuenrade
Verein »Pro Loco« aus Castelfidardo (Vorsitzender Aldo Belmonti)
Alt-Bürgermeister Jan Kreuzinger aus Luby/Tschechien
Verein Falkart Falkenstein
Dr. Roland Schmerler aus Dresden
Blockflötenbaumeister Gerald Schneider aus Zwota
Saitenmachermeister Wolfgang Frank aus Zwota
Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal
Angelika & Ulf Thiem vom Zigarren- und Heimatmuseum Schöneck
Wintersportverein Erlbach & VSC Klingenthal
Maria Strobel aus Zwota und Karla Dunger aus Tannenbergsthal
Filmemacher Claus Dunsch – denn in der Ausstellung gibt es auch bewegte Bilder zu sehen.

Nicht vergessen werden soll der Verein Akkordeonscene Klingenthal mit Andreas Schertel, der auch 2014 einen Vortrag im Harmonikamuseum zur Musikgeschichte im oberen Vogtland musikalisch umrahmente, und natürlich die Vogtländische Literaturgesellschaft »Julius Mosen«  mit ihrem Vorsitzenden Dr. Frieder Spitzner.

Ausblick

Neben der Jubiläumsausstellung sind für dieses Jahr drei weitere Projekte in Arbeit. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Markus Burkhardt aus Treuen und Martin Kolpuch aus Luby, wird rechtzeitig vor der Zwoticher Körbe (11. bis 13. August) öffnen.

Desweiteren wird es wieder eine Ausstellung der Vogtländischen Literaturgesellschaft »Julius Mosen« geben. Dr. Frieder Spitzner hatte die Idee, im Rahmen von Vogtlands Lieblingsbuch 2016 die Neuerscheinungen des vergangenen Jahres im Musik- und Wintersportmuseum Klingenthal zu zeigen – und im Mundart- und Erlebnisraum in Zwota an die Bücher zu erinnern, die bei der ersten Veranstaltung dieser Reihe 2006 gezeigt wurden. Da die beiden Einrichtungen in Klingenthal und Zwota mit einem Kombiticket verbunden sind, bietet sich  diese Möglichkeit der Zusammenarbeit.

Auch die Ausstellung für die Adventszeit 2017 nimmt bereits Gestalt an. Siegfried Hufnagl war dazu in den vergangenen Winterwochen bei Schnee und Sonnenschein für ein besonderes Foto-Projekt unterwegs. Auch die Adventszeit in den Partnerstädten Kraslice, Neuenrade und Castelfidardo wird ein fotografisches Thema sein. Zudem will der Musikprofessor Peter Thalheimer mit einer Ausstellung an die Tradition des Blockflötenbaus in Zwota erinnern. Für das Frühjahr 2018 ist eine Schau mit historischen Aufnahmen aus Klingenthal und Zwota geplant.

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Ansicht von Zwota auf einer historischen Postkarte © Archiv Thorald Meisel