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Weidenmüllerhof Brunndöbra, Aquarell von Karel Vedral

SONDERAUSSTELLUNG

Vogtländische Handschriften

GEMÄLDE, ZEICHNUNGEN, DRUCKE

Die Sonderausstellung »Vogtländische Handschriften« stellt Werke von Malern und Zeichnern vor, die ihre Spuren im Vogtland hinterlassen haben – von vor über 100 Jahren bis in die Gegenwart. Die Sonderausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Harmonikamuseums zu sehen.

> Öffnungszeiten

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Die Beispielbilder zeigen Werke von Enno Röder (Kirchstraße Klingenthal), Johannes Meisel (Musikpavillon Klingenthal), Hans Poller (Schule Kottenheide) und Karel Vedral (Weidenmüllerhof Brunndöbra; v. l. n. r.)

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Enno Röder, Aquarell, Kirchstraße in Klingenthal

Rundgang durch die Ausstellung

Eingangsbereich:

Die Arbeit von Richard Grimm-Sachsenberg zeigt das einstige Loritzen-Haus am Aschberg – eine von vielen Arbeiten mit Themen aus dem Vogtland. Grimm-Sachsenberg (1873–1952), geboren in Untersachsenberg, war ab 1906 in Leipzig ansässig und entwickelte sich dort zu einem der namhaftesten Grafiker in Deutschland. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde er zum Ehrenbürger seiner  Heimatgemeinde Sachsenberg-Georgenthal ernannt.

Kurt Karwofsky gehörte zu den Mitgliedern des von Gerhard Oßmann gegründeten Klingenthaler Malzirkels. Beruflich als Buchhalter in der Stimmplattenfabrik Reinhard Glier tätig, wählte er vor allem einheimische Motive – wie hier den Blick zum Aschberg.

Enno Röder, legendärer Klingenthaler Skisportler und Fotograf, kam durch seinen Freund Rolf Beyer zur Malerei. Auch er fand die Motive für seine farbenfrohen Bilder in Klingenthal und Umgebung.

Eckbereich:

Das künstlerische Schaffen der aus Mühlleithen stammenden Lehrerin Gretel Schwenk war der breiten Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt geblieben.

Als Lehrer im böhmischen Aschbergdorf Schwaderbach/Bublava tätig war Adolf Böhm. Er hat sich auch einen Namen als Heimatforscher, Buchautor und Zeichner gemacht.

Die Monatsschrift „Das Vogtland und seine Nachbargebiete“ erschien erstmals 1913 und bot auch bildenden Künstlern aus dem Vogtland die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem bereiten Publikum bekannt zu machen.

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Karel Vedral, Aquarell, Kirchstraße in Klingenthal

Lange Vitrine, oben:

Karel Vedral aus der Klingenthaler Partnerstadt Graslitz/Kraslice war oft in Westböhmen und dem Vogtland unterwegs – wie je zwei Motive aus Schönbach/Luby und Klingenthal zeigen. Das mittlere Bild zeigt die von Graslitz/Kraslice nach Klingenthal führende Bahnstrecke, die beim Entstehen des Bildes 1974 nur zum Abstellen von Güterwagen genutzt wurde. 1886 eingeweiht, ruhte der Bahnverkehr nach Kriegsende 1945; erst seit Mai 2000 verkehren wieder Züge.

Mitte:

Eine Serie von Linolschnitten mit Klingenthaler Motiven, die Rolf Beyer 1980 anfertigte, eingerahmt von zwei Bildern einheimischer Künstler – zum einen ein Motiv der Auerbacher Straße vor dem Bau des Kreisverkehrs, geschaffen vom Klingenthaler Marko Reinhold. Das Bild war 2013 auch in Klingenhals Italienischer Partnerstadt Castelfidardo ausgestellt. Zum anderen den Blick vom Schieferberg zum Aschberg, den wir dem Zwotaer Malermeister Herbert Leistner verdanken. Das Original befindet sich in Besitz des Heimatvereins Zwota.

Unten:

Die 1737 eingeweihte Klingenthaler Rundkirche „Zum Friedefürsten“ im Winter von Johannes Meisel und im Sommer von Rolf Beyer. Von Inge Reißaus, einer langjährigen Lehrerin in Tannenbergsthal, stammt das Motiv der Tannenbergsthaler Kirche.

Mit zwei Klingenthaler Motiven aus der Feder russischer Maler ist die 2012 vom Klingenthaler Uwe Fischer gegründete Galerie Infinite Landscap dabei. Die Galerie war auch 2016 und 2018 bei der „Nacht der Kunst“ in Leipzig vertreten. Die entsprechenden Postkarten mit Motiven aus Bad Elster und Klingenthal stammen von russischen Maler Andrey Shirokov aus Kirow. Die Originale entstanden während eines Aufenthaltes 2012 in Klingenthal und befinden sich inzwischen  - wie weitere  Arbeiten aus dem Vogtland und Westböhmen – in Privatbesitz.

Der aus Klingenthal stammende Kunstwissenschaftler Claus Baumann legte 2013 mit „Vom Mythos der Leipziger Schule“ ein kontrovers diskutiertes Buch vor.

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Martha Strobel, 2009

Quer-Vitrine, oben:

Zwei Zeichenlehrerinnen – Inge Reißaus mit Motiven aus Plauen, Gretel Schwenk mit kleineren Arbeiten aus Klingenthal, Zwickau und dem Aschberg.

Mitte: Namhafte Künstler aus der Region: Volkmar Förster lebte viele Jahre in Eschenbach bei Schöneck, heute ist er in der Uckermark zu Hause. Die Zwotaerin Martha Strobel zeigte 2009 in Klingenthal ihre einzige Ausstellung – im Alter von 88 Jahren. Der Klingenthaler Ingo Körner besitzt in Oelsnitz ein Atelier. Er hat das Harmonikamuseum Zwota ausgestaltet, den Gasthof zum Walfisch, das Klingenthaler Musik- und Wintersportmuseum sowie weitere Gebäude. Roland Oßmann kam in Klingenthal durch seinen Vater Gerhard zum Malen. Er lebt heute in Erfurt. Karin Zimmermann, geboren in Zwota-Zechenbach, ist in Maßlow bei Wismar zu Hause. 2014 stellte sie im Klingenthaler Musik- und Wintersportmuseum aus.

Unten: Arbeiten aus dem Schaffen der Klingenthaler Johannes Meisel und Fritz Hendel, dazu 1954 erstmals im „Kulturboten für den Musikwinkel“ veröffentlichte Arbeiten von Reinhard Schubert aus Markneukirchen sowie der Klingenthaler Bahnhof von Lothar Rentsch aus dem Jahr 1987. Der Plauener Künstler (1924-2017) eröffnete 1983 mit einer Personalausstellung die Kleine Galerie des Kulturbundes, die sich damals in der ehemaligen Goetheschule (später EOS) befand.

Die Wahl-Klingenthalerin Steffi Sandner hat sich vor allem mit Tierporträts einen Namen gemacht. Besonders eindrucksvoll sind ihre Pferdemotive.

Ergänzte wird die Ausstellung mit mehreren Bildmappen, darunter Arbeit von Ernest G. Reuter, die 1956  bei einem Studienaufenthalt in Zwotaer Brauerei entstanden.

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Fritz Hendel, Mühlwenzel-Mühle

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